ARCHIV DER EINLADUNGEN

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Freitag, 9.5.2003  •  20:00 Uhr  •  Interdruck, Vordere Schöneworth 21, 30167 Hannover
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Kersten Flenter: Dominante Versager

Die Literatur-Szene in Hannover wäre ohne Kersten Flenter nicht das, was sie ist. Ob als Organisator, Autor oder Beobachter: seit weit mehr als zehn Jahren hat er deren Bild immer wieder entscheidend geprägt – und ist dabei bundesweit ebenfalls auf vielen Bühnen zuhause. Da dürfen und können wir auch mal faul sein, und den aktuellen Pressetext fast wörtlich übernehmen:
»Sie lauern überall. An der Fleischtheke, in den U-Bahnen oder hinter Fahrkartenschaltern. Leute, die in den entscheidenden Augenblicken Macht über dein Leben gewinnen, weil ihnen das eigene aus den Fugen rinnt. Das fühlt sich oftmals sogar richtig echt an. Oder ist es doch so, dass die eingestürzten Twin Towers nur ein Trick David Copperfields sind? Kersten Flenters skurrile Helden Stroganow, Lehmann & Co. begeben sich auf Alltagssafari durch den Dschungel urbaner Grotesken.«          
Dominante Versager

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Freitag, 4.4.2003  •  20:00 Uhr  •  Interdruck, Vordere Schöneworth 21, 30167 Hannover
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Sara Braunert: »... mir nur einen touch Romantik!«

Wenn eine junge Frau sich literarisch dem Thema Romantik widmet, mögen die Älteren lächeln und sofort bestimmte Vorstellungen hervorkramen, was davon zu halten ist. Dabei könnten sie aber auch völlig verkehrt liegen. So, wie sich der klassische Liebesbrief verändert, wenn E-mail oder SMS zu seiner Trägerfrequenz werden, kann Ähnliches auch grundsätzlich für die  Sichtweise auf romantische Aspekte gelten. Funktionelle Romantik? Abziehbild des Videoclips? Oder gar eine neue, unverklärte Sichtweise, eine Renaissance jenseits des Metaphysischen? Sara Braunerts Prosa-Text »Stilfragen« belästigt jedoch nicht mit irgendwelchen vorgefertigten Postulaten. Vielmehr behauptet sich hier ganz selbstverständlich ein nicht so ganz selbstverständliches Selbstverständnis.

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Freitag, 7.3.2003  •  20:00 Uhr  •  Interdruck, Vordere Schöneworth 21, 30167 Hannover
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Bodo Dringenberg: Wer heißt schon gern "Taiga Fettköter"?

Was hat »Britney« mit einer veritablen deutschen Kuh zu tun?
Warum müsste ein polnischer Formel-1-Bolide »Kowalski« genannt werden? Und welcher Zusammenhang besteht zwischen Leimener Tennis und glitschigen Meeresschnecken?
Die sprachhistorische Betrachtung artifizieller und abstruser Namensbräuche und -gebräuche, dieses vermeintlich so trockene Feld, enthält einen nicht unerheblichen Anteil an Komik. Erst recht, wenn Bodo Dringenberg einen Blick darauf wirft. So weiß er zu begründen, warum jemand mit Vornamen »Whisky« oder »Rachitis« garantiert aus den USA kommt. Und beim ostpreußischen »Wowereit« fällt ihm ein junges Eichhörnchen ein.

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Freitag, 7.2.2003  •  20:00 Uhr  •  Interdruck, Vordere Schöneworth 21, 30167 Hannover
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Sonia Petner: Die Kälte beim Berühren des Spiegels

Texte befinden sich ständig im Entstehen. Nicht nur beim Schreiben, auch beim Hinhören. Dies gilt umso mehr, wenn ein Text zum Assoziieren auffordert.
 
Als Autorin mit slawischen Einflüssen versucht Sonia Petner diese mit dem deutschen Verständnis von Literatur zu verbinden. Vorwiegend in der Lyrik zuhause, liest sie einige ihrer – nur auf den ersten Blick fragmentarischen – Prosatexte: Der Prozess der individuellen Entwicklung als ein fragiler und gewalthafter Prozess; die lyrischen Elemente bilden einen Schleier, der die Matrix der Betrachtung liefert, und zerrissen wird durch schneidende Bildhaftigkeiten wie Frost oder Blut.

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Freitag, 13.12.2002  •  20:00 Uhr  •  Interdruck, Vordere Schöneworth 21, 30167 Hannover
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Carsten Wilhelm: Wege von und nach Santiago

Komplizierte Inhalte bedürfen einer komplizierten Darstellung. Sie simpel als Reiseliteratur zu terminieren, würde hier sowohl falsche Erwartungen erzeugen als sie auch enttäuschen.
So ist Carsten Wilhelm weit mehr als der Fremdenführer, wenn heute Abend aufgebrochen wird in die Stadt, die auf dem Grab des St. Jacob erbaut wurde. Er sammelt die Stimmung für ein Hörspiel, welches darauf verzichtet zu vermitteln, wo man anfängt zu erzählen, wenn man sich lange nicht gesehen hat. Vielmehr kann nachvollziehbar werden, warum sich in dem weißen Fleck, den ein Aschenbecher hinterlässt, eine berühmte Insel manifestiert.

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Freitag, 8.11.2002  •  20:00 Uhr  •  Interdruck, Vordere Schöneworth 21, 30167 Hannover
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Christine Schreiber: »Wir lösen die Probleme der Welt«

Sind Sie krank, pensioniert, arbeitslos oder religiöser Fundamentalist? Werden Sie das Gefühl nicht los, dass die Gesellschaft ein Problem mit Ihnen hat? Oder denken Sie, das Problem wäre die Gesellschaft?
All diese Zweifel und Missstände wären so einfach zu beheben, wenn man nur mal den Exkursen am Kneipennebentisch und in der Kaffeerunde genügend Aufmerksamkeit widmen würde. Christine Schreiber hat lange und ausgiebig in solchen Milieus recherchiert und liefert in ›Reiki & Rente‹ zusammenfassende Analysen und Reformansätze, die auch dem letzten Pessimisten aufzeigen, dass nichts wirklich schwierig ist, wenn man erst mal den richtigen Blickwinkel gefunden hat.

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